DDR-Geld: Münzen und Scheine der Mark der DDR und ihr Wert heute
Das Geld der DDR - Aluminiummünzen, Gedenkmünzen aus Silber und Neusilber, Banknoten mit Müntzer, Zetkin, Goethe, Engels und Marx - ist seit dem 1. Juli 1990 kein Zahlungsmittel mehr. Umgestellt wurde einmalig zur Währungsunion (Guthaben 2:1, Freibeträge und Löhne 1:1); heute hat DDR-Geld nur noch Sammlerwert. Dieser Artikel ordnet die Serien ein und zeigt, was die Nennwerte 1990 in D-Mark und Euro ergaben.
Drei Namen für eine Währung
Die Währung der DDR hieß nacheinander "Deutsche Mark" (ab der Währungsreform in der sowjetischen Zone am 24. Juni 1948, ausgegeben von der Deutschen Notenbank), "Mark der Deutschen Notenbank" (MDN, 1964 bis 1967) und ab 1968 "Mark der Deutschen Demokratischen Republik" (kurz Mark oder M). Im Westen sprach man von "Ostmark", offiziell in der DDR nie. Der amtliche Kurs zur D-Mark lautete 1:1, tatsächlich wurden in West-Berliner Wechselstuben in den 1980er-Jahren 4 bis 8 Mark der DDR je D-Mark gezahlt.
Die Münzen: Aluminium und Gedenkprägungen
Die Kursmünzen zu 1, 5, 10 und 50 Pfennig sowie 1 und 2 Mark bestanden fast durchgehend aus Aluminium - leicht, dünn, im Volksmund "Alu-Chips". Die 20-Pfennig-Münze aus Messing (ab 1969) war die Ausnahme, weil sie in Automaten funktionieren musste. Daneben prägte die DDR ab 1966 Gedenkmünzen zu 5, 10 und 20 Mark: zunächst aus Silber (etwa Leibniz 1966, Humboldt 1967), später überwiegend aus Neusilber (Kupfer-Nickel-Zink). Die 5-Mark-Münze "Brandenburger Tor" (1971 bis 1990) lief wie eine Kursmünze um und ist die häufigste; Silberausgaben mit kleinen Auflagen sind bei Sammlern gefragt.
Die Banknoten: von der Notenbank bis zur Marx-Serie
Die letzte Serie (Ausgabe 1971 bis 1985) ist die bekannteste: 5 Mark mit Thomas Müntzer, 10 Mark mit Clara Zetkin, 20 Mark mit Johann Wolfgang von Goethe, 50 Mark mit Friedrich Engels und 100 Mark mit Karl Marx, auf den Rückseiten Szenen aus dem DDR-Alltag (Mähdrescher, Ingenieurin am Schaltpult, Schulkinder, Raffinerie, Unter den Linden). Davor gab es die Serie der Deutschen Notenbank von 1948 (in den ersten Wochen der Reform liefen alte Reichsmark-Scheine mit aufgeklebten Kupons um), die Serie von 1955 mit dem Staatswappen und die MDN-Serie von 1964 mit Porträts von Humboldt, Schiller, Goethe, Engels und Marx. Zwei Scheine zu 200 und 500 Mark wurden 1985 gedruckt, aber nie ausgegeben - sie gelangten erst nach 1990 in den Sammlerhandel.
Umstellung 1990: was aus den Nennwerten wurde
Zum 1. Juli 1990 wurden Löhne, Renten, Mieten und Stipendien 1:1 in D-Mark umgestellt, Sparguthaben bis zu einem altersabhängigen Freibetrag ebenfalls 1:1 (2.000 Mark bis 14 Jahre, 4.000 Mark bis 59, 6.000 Mark ab 60), darüber 2:1. Bargeld musste auf ein Konto eingezahlt werden und folgte den Guthabenregeln. Für die Nennwerte der Scheine ergab das:
| Nennwert | als Guthaben (2:1) | im Freibetrag (1:1) |
|---|---|---|
| 5 Mark | 2,50 DM = 1,28 € | 5 DM = 2,56 € |
| 10 Mark | 5 DM = 2,56 € | 10 DM = 5,11 € |
| 20 Mark | 10 DM = 5,11 € | 20 DM = 10,23 € |
| 50 Mark | 25 DM = 12,78 € | 50 DM = 25,56 € |
| 100 Mark | 50 DM = 25,56 € | 100 DM = 51,13 € |
| 200 Mark | 100 DM = 51,13 € | 200 DM = 102,26 € |
| 500 Mark | 250 DM = 127,82 € | 500 DM = 255,65 € |
Die Euro-Spalten rechnen die D-Mark zum amtlichen Kurs 1,95583 um. Was diese D-Mark von 1990 an Kaufkraft hatten, zeigen die Betragsseiten, zum Beispiel 100 DDR-Mark in Euro. Warum es für die DDR-Mark keinen eigenen Kaufkraftfaktor gibt, erklärt die Übersicht DDR-Mark in Euro.
Was mit dem eingezogenen Geld geschah
Rund 100 Milliarden Mark in Scheinen wurden nach der Währungsunion eingezogen und ab 1991 in zwei Stollen bei Halberstadt eingelagert, wo sie verrotten sollten. Nachdem 2001 Scheine aus den Stollen im Handel auftauchten, ließ die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Bestände 2002 verbrennen. Die Münzen wurden weitgehend eingeschmolzen. Was heute noch existiert, stammt aus privaten Beständen, die 1990 nicht eingereicht wurden - und das war viel: Viele Menschen behielten ein Bündel als Andenken.
Was DDR-Geld heute wert ist
Wegen dieser Andenken-Bestände sind die gängigen Scheine der Marx-Serie und die Alu-Münzen sehr häufig; kassenfrische Stücke kosten im Handel wenig, gebrauchte fast nichts. Gesucht sind die nie ausgegebenen 200- und 500-Mark-Scheine (die allerdings ebenfalls in großer Zahl vorhanden sind), Ersatznoten mit abweichender Seriennummer, die frühen Serien von 1948 und 1955 in guter Erhaltung sowie Silber-Gedenkmünzen mit kleiner Auflage. Einen Umtausch gibt es bei keiner Stelle mehr - auch nicht bei der Bundesbank. Preise nennt mark-in-euro.de nicht; Anhaltspunkte geben Fachkataloge und Auktionsergebnisse.
Weiterlesen: DDR-Mark und die Währungsunion 1990, DM-Scheine: Wert alter Banknoten.
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- 100 DDR-Markrund 52 bis 103 €
- 1.000 DDR-Markrund 515 bis 1.030 €
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