DM-Scheine: Wert alter Banknoten
DM-Banknoten gab es zuletzt zu 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1.000 DM. Auch sie tauscht die Deutsche Bundesbank unbefristet zum amtlichen Kurs (1 € = 1,95583 DM) um; ein Sammlerwert für seltene Serien oder Erhaltungen kann darüber liegen.
Die letzte Serie der DM-Banknoten
Die zuletzt gültige Serie (BBk III) wurde ab 1990/1991 ausgegeben und zeigte auf jedem Schein eine historische Persönlichkeit: 5 DM Bettina von Arnim, 10 DM Carl Friedrich Gauß, 20 DM Annette von Droste-Hülshoff, 50 DM Balthasar Neumann, 100 DM Clara Schumann, 200 DM Paul Ehrlich, 500 DM Maria Sibylla Merian und 1.000 DM die Brüder Grimm. Diese Serie war beim Euro-Bargeldstart am 1. Januar 2002 im Umlauf und ist bis heute umtauschbar. Die Wahl der Motive - überwiegend Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Gelehrte - war für Banknoten ihrer Zeit ungewöhnlich und wurde international beachtet.
DM-Scheine: Umtauschwert in Euro
| Banknote | Euro (amtlicher Kurs) | Kaufkraft heute |
|---|---|---|
| 5 DM | 2,56 € | rund 4,05 € |
| 10 DM | 5,11 € | rund 8,10 € |
| 20 DM | 10,23 € | rund 16 € |
| 50 DM | 25,56 € | rund 41 € |
| 100 DM | 51,13 € | rund 81 € |
| 200 DM | 102,26 € | rund 162 € |
| 500 DM | 255,65 € | rund 405 € |
| 1.000 DM | 511,29 € | rund 810 € |
Auch hier gilt: Die Tabelle zeigt den amtlichen Umtauschwert, nicht die frühere Kaufkraft. Wie viel ein Schein zum Zeitpunkt seiner Ausgabe wert war, zeigen die Kaufkraft-Angaben auf den jeweiligen Betragsseiten, etwa 100 DM in Euro.
Was macht einen DM-Schein für Sammler wertvoller?
Ausschlaggebend sind vor allem der Erhaltungsgrad - kassenfrische, nie gefaltete Scheine sind deutlich gefragter als gebrauchte - sowie Besonderheiten der Seriennummer, etwa niedrige Nummern oder auffällige Ziffernfolgen. Auch ältere, nicht mehr ausgegebene Serien (BBk I aus den 1960er-Jahren und BBk II aus den 1970er-Jahren) sind bei Sammlern gefragt, obwohl sie längst außer Kurs sind. Ein amtlicher Sammlerwert-Katalog existiert nicht; die Preise für einzelne Scheine bilden sich im Handel und in numismatischen Nachschlagewerken.
Warum tauchen alte Scheine immer wieder auf?
Weil der Umtausch bei der Bundesbank unbefristet ist, tauchen DM-Scheine bis heute regelmäßig in Nachlässen, alten Geldbörsen oder als vergessene Rücklage wieder auf. Ihr Umtauschwert bleibt dabei unabhängig vom Zeitpunkt des Umtauschs unverändert - erst die Frage nach einem möglichen Sammlerwert lohnt einen genaueren Blick, bevor die Scheine eingereicht werden.
Ältere Serien vor der letzten DM-Ausgabe
Vor der BBk-III-Serie gab es bereits zwei vollständige Banknotenserien der Bundesrepublik. Sie wurden im Zahlungsverkehr längst durch neuere Scheine ersetzt, bleiben aber - wie alle DM-Banknoten - unbefristet zum Nominalwert umtauschbar. Für den amtlichen Umtausch spielt es keine Rolle, aus welcher Serie ein Schein stammt.
Nominalwert bleibt gleich, Kaufkraft verändert sich
Ein 100-DM-Schein war immer 100 DM wert - unabhängig vom Ausgabejahr. Wie viel diese 100 DM aber tatsächlich kauften, hing stark vom jeweiligen Jahr ab: Nach den Kaufkraftfaktoren der Bundesbank stand 1 DM 1950 für eine Kaufkraft von rund 3,39 € nach heutigem Maßstab, 2001 nur noch für rund 0,81 €. Ein älterer Schein repräsentierte damit zum Zeitpunkt seiner Ausgabe eine deutlich höhere Kaufkraft als ein gleich hoher Schein aus den letzten DM-Jahren - unabhängig von einem möglichen Sammlerwert.
Praktische Tipps vor dem Umtausch
Wer einen größeren Bestand an DM-Scheinen umtauschen möchte, sollte die Scheine vor dem Einreichen grob nach Serie und Erhaltung sortieren. Besonders gut erhaltene, ungefaltete Scheine oder Exemplare mit auffälliger Seriennummer lassen sich vor dem Umtausch bei einem numismatischen Fachhändler oder direkt bei der Bundesbank auf einen möglichen Sammlerwert prüfen. Alltägliche, bereits gebrauchte Scheine erzielen dagegen in aller Regel nur den Nominalwert - ein Umtausch ist dann unkompliziert möglich.
Sicherheitsmerkmale zur Echtheitsprüfung
Wie die meisten Banknoten enthielten auch die DM-Scheine der letzten Serie mehrere Sicherheitsmerkmale, etwa ein eingearbeitetes Wasserzeichen mit dem Porträtmotiv des Scheins, einen durchlaufenden Sicherheitsfaden und bei höheren Nennwerten zusätzliche Kippeffekte in der Farbe. Diese Merkmale halfen schon zu DM-Zeiten, Fälschungen zu erkennen, und sind auch heute noch ein einfacher erster Anhaltspunkt, um die Echtheit eines alten Scheins grob einzuschätzen - bei Zweifeln prüft die Bundesbank Scheine im Rahmen des Umtauschs.
So funktioniert der Umtausch: Anleitung Bundesbank-Umtausch. Zum Vergleich die Münzen-Seite: DM-Münzen: Wert und seltene Jahrgänge. Alle Beträge im Überblick: DM in Euro.